Mount Kosciuszko – Gewitter und unerwartete Unterkünfte

Heute stand die 22km lange Wanderung auf den Mount Kosciuszko auf dem Plan. Der Mount Kosciuszko ist der höchste Berg auf dem australischen Festland und ist 2228m hoch. Im Winter wird hier auch ganz viel Ski gefahren. Nachdem wir auch schon etwas später als geplant (wie immer…) losgekommen sind, haben wir beschlossen, die ersten 5km mit dem Sessellift hochzufahren. Oben würden wir die restlichen 7,5km bis zum Gipfel gehen und dann nur noch nach unten wandern. Die Dame beim Ticketschalter vom Sessellift erwähnte noch, dass oben Windböen von etwa 80 km/h wehen, wir sind aber natürlich trotzdem hochgefahren.
Gegen den Wind anmarschieren war echt anstrengend und ich war ganz froh, dass wir den ersten Teil mit dem Sessellift zurück gelegt hatten! Der Weg selbst war aber recht einfach zu begehen, da fast während der gesamten Strecke Eisengitter als Wege angelegt wurden und Stufen hinauf und hinunterführen. Nur der letzte Teil war ein Schotterweg und führt einmal rund um die Spitze bevor man oben ankommt. Der Blick von oben ist wirklich toll und man sieht unglaublich weit. Auf dem Weg zurück ist Ronnie fast auf eine kleine Schlange getreten, die sich gerade auf dem Weg gesonnt hat. Beide haben sich furchtbar erschrocken, den anderen aber respektiert und beide sind sich einstimmig aus dem Weg gegangen. Ich glaube auch nicht, dass es eine giftige Schlange war, aber man kann ja nie wissen.

  Als wir wieder zurück Richtung Sessellift gegangen sind, sind von hinten schon ganz schwarze Wolken aufgezogen. Der Sessellift ging zu der Zeit auch schon nicht mehr und auf einmal schien es, als wären alle anderen Menschen vom Erdboden verschluckt und wir waren die beiden letzten Trottel, die noch auf dem Berg waren. Wir haben uns dann ziemlich beeilt runter zu kommen, der Weg bestand eigentlich nur aus steilen hohen Stufen, begleitet von einem immer lauter werdenden Donner. Als wir gerade noch mitten im Wald waren, kurz nach der Hälfte der Sesselliftstrecke, begann es dann zu regnen. Anfangs tröpfelte es nur leicht runter, nach wenigen Minuten kam aber ein voller Regenguss herunter, das Donnern wurde immer lauter und bald fing es auch zu blitzen an. Die Stufen verwandelten sich in einen kleinen Bach und bald floss mir das Wasser von hinten in die Schuhe rein und wir waren nach kurzer Zeit total durchnässt. Nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten waren wir dann endlich beim Auto und kaum als wir uns abgetrocknet und unsere Schuhe ausgeleert hatten, hörte es auch wieder auf zu regnen. Tja… so kann’s eben gehen.
Geplant war für diesen Abend ein Campingplatz direkt im Nationalpark. Mit dem Bezahlen der Parkgebühr kann man auch die Campsites im Park nutzen. Nachdem wir aber total durchnässt waren, und es auf dem Campingplatz auch keine Duschen gab, hat Ronnie ein Hotelzimmer spendiert. Nachdem es direkt im Ort einfach viel zu teuer war, sind wir in den nächsten Ort weitergefahren und haben unterwegs noch ein Hotel über booking.com gebucht. In der ‚Sonnenblick’ Lodge waren wir an dem Abend die einzigen Gäste und der Besitzer hatte noch gar nicht gesehen, dass die Buchung reingekommen ist. War aber alles kein Problem, wir bekamen schnell unser Zimmer (einfach aber gemütlich eingerichtet) und Duschen und Internet waren super! Am nächsten Morgen haben wir auch noch Frühstück bekommen und der Besitzer hat extra für uns Spiegeleier, Würstchen und Baked Beans gemacht! Echt super! :-)

 

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